
Xenia Tchoumitcheva aka Julie: Sex gegen Bezahlung?
Ein Edel-Escort-Service bietet Xenia Tchoumitcheva unter dem Künstlernamen Julie an.
«Letzten Frühling kamen die Amerikaner auf den Geschmack des Prosecco, jenem sprudelnden Wein aus Venezien. Nun ist es an der Zeit, einen weiteren venezianischen Export zu würdigen: Julie – die so manches mit Prosecco gemeinsam hat: Sie ist sprudelnd, erfrischend, macht gehörig Spass und schmeckt ausgezeichnet.»
Mit diesen Worten wirbt die exklusive Callgirl-Agentur Fantasy Allures für eine ihrer neuen Mitarbeiterinnen, einer wunderschönen Blondine, die der prominentesten Vize-Miss-Schweiz aller Zeiten, Xenia Tchoumitcheva, aufs Haar gleicht. Dies mit gutem Grund: Die Fotos auf Julies Escort-Seite zeigen die Tessinerin bei einem Shooting von Adam Parker für die Designerin Myriam Girard.
Für 1000 Franken pro Stunde kann man sich also mit der schönen Xenia verlustieren? Machen wir doch die Probe aufs Exempel! Die neue Identität ist schnell zusammengereimt: Geschäftsmann, der demnächst im Big Apple weilt und seine Ehefrau dermassen vermissen wird, dass er präventiv etwas gegen seine Einsamkeit tun muss.
Mit einem gehauchten «Hello» nimmt eine Frau den Anruf entgegen, ohne den Firmen- oder ihren eigenen Namen zu erwähnen. Selbstverständlich sei ‹Julie› zu besagtem Zeitraum noch verfügbar. Ich solle mich zur Sicherheit aber eine Woche zuvor noch einmal melden.
Wenn aber die blonde Venus dermassen sprudelnd, erfrischend und wohlschmeckend ist, dann will man sie sich doch etwas länger als bloss eine Stunde zu Gemüte führen – zumal ihr Motto laut Fantasy Allures «Sexy ist nicht, was man trägt, sondern wie man es auszieht» ist. Wir vereinbaren einen Pauschalpreis von 5000 Dollar für eine Nacht voller horizontaler Vergnügen.
Doch ehe das Vermittlungsgespräch weitergeführt werden kann, wird sie unterbrochen: «Scheisse, sprich nicht mit ihm», schreit ein hörbar aggressiver Mann. Der Hörer wird aufs Telefon geknallt. Es folgt die ernüchternde Monotonie des Besetztzeichens.
Somit wäre unser amouröses Abenteuer geplatzt, noch ehe es begonnen hat. Zeit, Xenia anzurufen. «Ich bin schockiert! Das muss ein Stalker sein oder sonst jemand, der mich hasst», so Frau Tchoumitchevas verständlich erzürnte Antwort. «Genau dasselbe ist mir schon einmal mit einer solchen Agentur passiert. Das ist absurd und rufschädigend», so das schöne Tessiner Model.
Weiter erklärt Xenia, dass die Bilder geklaut seien und ihr Manager die besagte Agentur auf eine beträchtliche Summe verklagen wolle. Nur zu gerne leiten wir den Kontakt der Callgirl-Agentur weiter. Wie es der Zufall will, weilt Xenia derzeit tatsächlich in New York, um einen Sprachkurs zu absolvieren.
Hoffen wir, dass sich die Wirren um den sexuell geladenen Krimi in Kürze klären werden. Und auch, dass Xenia vor Gericht Recht bekommt und einen ordentlichen Batzen Schmerzensgeld dazu.
Update: Xenias Bilder wurden mittlerweile von der Agentur ersetzt. Es lächelt einem nun eine neue Frau entgegen, die angeblich Inessa heisst.
(20min.ch)